Donnerstag, 20. Dezember 2012

Markus Lanz in der Mongolei - Der Verriß


Oje, da hatte ich mich gefreut auf den Lanz und die Ankündigung der ZDF-Reportage neulich hier reingestellt.....
Heute früh lese ich ein vernichtendes Urteil über das heute Kommende:


"Jeder Versuch der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, zu halbwegs zumutbaren Sendezeiten Programminhalte mit kulturellem Flair unterzubringen, muss gelobt werden. Leider lassen sich darüber hinaus kaum positive Worte für die Reportage von Caroline Pellmann finden, deren Erstausstrahlung rund ein Jahr nach Drehschluss erfolgt. Tatsächlich ist «Sehnsucht Mongolei» in Fragen der Technik über jeden Zweifel erhaben – die inhaltliche Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit ließ sich am Schneidetisch leider nicht mehr korrigieren.

Das Misslingen der Reportage stellt das Ergebnis verschiedener Schwächen dar. Einerseits liegt der Fokus zu sehr auf Markus Lanz, andererseits wird versucht, die Bewohner der Mongolei mit allen Mitteln als „archaisches“ Volk darzustellen. In der Folge fällt der Blick auf das besuchte Land viel zu knapp und engstirnig aus, gezeigt werden fast ausschließlich Inhalte, die nicht nur thematisch bewanderten Zuschauern längst aus anderen Fernsehproduktionen bekannt sein dürften – der tatsächliche, aber nicht weniger interessante Alltag der Menschen bleibt leider völlig außen vor.

Sinnbildlich für die übermäßige Präsenz des Moderators Lanz sind die Szenen, in denen er am Steuer eines Geländewagens vom Zustand der mongolesischen Straßen berichtet – ein Umstand, der, wenn überhaupt, mit einem Nebensatz abgehandelt werden könnte. Generell spricht nur wenig dagegen, eine Reportage der Kompetenz eines mit im Mittelpunkt stehenden Experten anzuvertrauen – bei Fernsehgesichtern wie dem Tierfilmer Andreas Kieling funktioniert das auch, Markus Lanz hingegen gelingt es nicht, die Distanz zu den für ihn fremden Verhältnissen in der Mongolei zu überwinden und für den Zuschauer im heimischen Wohnzimmer eine Brücke in die asiatische Steppe zu schlagen.

Daraus resultiert, dass die Kultur des Landes nur oberflächlich angekratzt wird. Wo sich das Kamerateam um Lanz näher an das Leben der Menschen heranwagt, verfällt der Erzählstil der Reportage schnell in Klischees. Statt die Mongolei im Sinne einer eigenständigen Zivilisation zu zeigen, wird dem Zuschauer ein Fenster in die Vergangenheit präsentiert. Dass es sich nicht um Rückständigkeit handelt, sondern eine völlig andere Lebensweise, findet ähnlich wenig Beachtung, wie die offensichtliche Einkehr der westlichen Moderne.

Das Resümee muss entsprechend negativ ausfallen. Das Interesse Markus Lanz' scheint ehrlich, die inhaltliche Vermittlung misslingt. Für ausgesprochene Fans des Moderators ist die Produktion wie geschaffen, wessen Fokus mehr auf der Kultur der Mongolei liegt, kommt leider nicht auf seine Kosten."
  -->> So steht es HIER zu lesen <<--

Naja, dann werde ich halt weiterhin "Etwas anders" bloggen, um die Defizite auszugleichen ... ;)
Ihr könnt ja trotzdem schauen ........ :-))))

Kommentare:

  1. Hallo Frank,
    der Lanz ist ein Selbstdarsteller und schert sich eine Bohne um andere Dinge als sich selbst. Da kann nur Oberflächliches bei rauskommen.
    Ich schaue nichts (mehr), wo er mitwirkt oder irgendwie beteiligt ist.

    LG Gisela

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  2. Der Beitrag vom Australier Tim Cope war unübertroffen: von UB bis Ungarn auf dem Rücken seines Pferdes.

    Gruß - Der Tourist

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    1. Hallo Siegfried,
      ja, die Serie kenne ich auch.
      Da hast Du recht, der Mann hat Herzblut gezeigt.

      Gruß vom
      Mongoleifan

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