Freitag, 24. Juli 2015

Naadam - Flucht, die Erste

Ursprünglich war ja mal von mir angedacht, zum Khuvsguul-See zu fahren, um dem Naadam-Stress in der Hauptstadt zu entgehen.
Der See liegt im Nordwesten und ist der kleine Bruder des Baikal-Sees.  -->>Hier der Wikipedia-Eintrag<<--        -->> Und hier sind Bilder ohne Ende ... <<--
OK, Gründe waren:
Ich war noch nie da, und dahin kommt man jetzt neuerdings über eine gut asphaltierte Straße.

Dumm jedoch:
Daß man gut dahin kommt, wissen auch die anderen Bewohner der Mongolei, und so wurde das Ziel von mir gestrichen.
UND DAS WAR GUT SO:
Denn alle Mongolen waren wohl der Meinung wie ich, dorthin zu fahren.
Und was passierte?
- Zufahrt und Abfahrt im Dauerstau
- Benzin an den Tankstellen ausverkauft
- Geldautomaten leer
- Keine Übernachtungen in den vielen Camps möglich, und wenn, dann teuer
- Ein Brot konnte man dem Vernehmen nach 10.000 Tugrik erwerben, normal sind 1.000 Tugrik


Also erging nach vorsorglicher Abwägung des vorher Bekannten der weise Beschluß:
Wir fahren woanders hin !

So suchten wir unser Ziel etwas weniger weit weg, und zwar zuerst in den Sanddünen der mittleren Mongolei. "Mongol Els" heißt übersetzt "Mongolischer Sand" und unser Ziel befindet sich genau -->> An dieser Stelle<<--
Zwischendurch wurde natürlich gerastet, und meine alten DDR-Militärsäcke leisten auch nach 25 Jahren ausgezeichnete Dienste auf dem Dach des Autos:
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 An der Straße wird man immer wieder überrascht von Landschaft, die wie aus dem Nichts auftaucht.
Und die wirklich atemberaubend schön ist. Zum Beispiel Felsen, die irgendwo aus der Landschaft rauswachsen.


Und in deren Nähe (wie selbstverständlich) ein Jurten-Camp zu finden ist:

 
 Die Natur und deren Kraft ist immer wieder faszinierend. Der Überlebenskünstler Baum zeigt, was er kann:
In der Höhe zwischen Steinen überleben im extremen Klima des Landes.
Hochachtung vor dieser Leistung !
Und die Kräfte der Natur haben in den Felsformationen immer wieder neu zu entdeckende Motive geschaffen.
 

Angekommen an den Sanddünen, fühlt man sich wie in der Sahara:

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Auf die Frage nach einer Unterkunft wurde uns ein Ger- (Jurten-)-Camp genannt, wohin wir dann durch eine tolle Landschaft aus Sand und Sträuchern fuhren.  Immerhin gab es Wegweiser.

Und dann stand man zwischen Sanddünen und Gebirge an einem See, irgendwie nicht so richtig vorstelbar.
 Der See bietet vielen Vögeln einen Rastplatz, und so kann man Greifvögel, Schwäne, Kraniche,Gänse, Schwalben und viele andere am Ufer beobachten.
Und immer dabei:
Die Herdentiere der Nomaden.
 
Abends stellen wir das Auto mit grünem Sonnensegel an den See, bauen den Grill auf, und lassen es uns gut gehen. (Da gaaaanz hinten...)
Zwischendurch fällt auf, daß man aufpassen muß, keinen von den geschätzt 100.000 tausend Mini-Fröschen zu verletzen oder zu töten, die munter am Ufer rumspringen.

Das ist den Pferden aber sicher egal, die sich vor uns in weniger als fünf  Meter Entfernung zu einem Zweifach-Gruppen-Foto beim Grasen aufgebaut hatten.



Und die Trampeltiere kommen ebenfalls zum Gruppenfoto beim abendlichen Wasser-Tanken:
Nach dem Besäufnis ist dann Baden angesagt, mit sichtlicher Freude und kräftigen Grunz-Lauten.
   Die Trampeltiere sind übrigens clever:
Für Touristen wie mich bildet das Kollektiv dann eine komplett neue Wüsten-Hügel-Landschaft:
Die "richtige Wüste" schauen wir uns dann am nächsten Tag an.
  Fortsetzung folgt .............

1 Kommentar:

  1. Einmalig schön!
    Bin gespannt auf die Fortsetzung.
    LG Gisela

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