Sonntag, 25. Januar 2015

Winter, Wasser, Wolf

Nach dem letzten Beitrag (mit dem Smog-verseuchten Auto) habe ich beschlossen, daß man den Lungen mal was Gutes tun muß.
Will heißen: Raus aufs Land, wo die Welt noch in Ordnung ist !

Passend kam der Vorschlag eines deutschen Bekannten, der nun auch in die Mongolei umgezogen ist, und mit seiner mongolischen Frau ein Touristen-Camp von deren Eltern übernimmt.
Das soll dann etwas erneuert und modernisiert werden, und deshalb haben wir uns das gemeinsam angeschaut.

Zuallererst:

DAS sind die Momente, welche mich alle Widrigkeiten  innerhalb von Minuten vergessen  lassen, denen man sonst ausgesetzt ist ..........
 Man fährt raus aus dem Moloch Ulaanbaatar, dann kommen zwei Stunden Fahrt auf der Landstraße, und nachdem man abgebogen ist in die Natur, dann nach 8 Kilometern kommt das:


Eine Idylle, weit weg vom Trubel, und trotzdem mit Errungenschaften der Zivilisation:
Es gibt Elektrizität!

Deshalb wird das Foto vom "Hausberg" nicht etwa durch Bildstörungen verschandelt, sondern das sind die drei Kabel der Stromleitung, die sich durch das Nichts zieht ............
Und das "Nichts" geht dann ein paar Meter weiter los und hört (wie fast immer und überall ) eigentlich nie auf:


Wir aber lassen es uns gut gehen, und nächtigen in urigen Hütten statt in den Jurten:


Morgens ein Bild der aufgehenden Sonne im fallenden Eisnebel über der Landschaft des Tals bis zu den Bergen gegenüber:
Es sind angenehme sonnige -25 Grad Celsius.




Wasser ist auch ganz wichtig !
Deshalb wird es im Brunnenhaus aus 70 Meter Tiefe hochgepumpt und dann per Kanister zur Küche gebracht.
Die Wasserleitung müßte etwa vier (!!!) Meter tief liegen, um sie im Winter zu nutzen ...... da ist diese Variante die Billigere:

Unser Camp-Wächter hat sich mit eigenem Geld ein Pferd gekauft: Ein Mix aus europäischen Gefilden mit den kleinen Mongolenpferden.
"Na, bin ich etwa meine 1000 US-Dollar nicht wert, die ich gekostet habe ??"


Sein mongolischer Pferde-Kollege ist wesentlich kleiner und auch Billiger:
Herrchen hat die richtige Fußbekleidung für die aktuellen Temperaturen. Filz in einer Universalgröße, da kann es auch -50 Grad werden ..... :
Problem:
Die Kühe aus der Nachbarschaft haben mitgekriegt, daß eine Ladung Heu hinter dem Zaun liegt.


Die hat ein Kleintransporter abgeladen, weil er mit der ganzen Ladung nicht über den Berg kam.
Nun stehen sie da und wollen eigentlich fressen ..........aber von wegen:
Macht Euch nach Hause !

Derweil muß ein Kalb "zu Hause" bleiben, denn als es mit seiner kleinen Herde "draußen war am Wald, wurde der Bruder vom Wolf geholt........

Den haben wir zwar gesucht, aber nicht gesehen.
Spuren gibt es dagegen überall ringsum.
 

Dafür immer wieder interessante Einblicke in eine recht unberührte Natur:


Unweit des kleinen Camps gibt es auch ein "Großes, Berühmtes" Camp:
Die sagen, daß sie das größte aus Massivholz gebaute Haus der Mongolei besitzen.
OK, sieht schon toll aus. Sowohl außen:
 
 Als auch innen:

 Muß man aber nicht haben, diese Gigantomanie ..........

Ein schönes Wochenende war es auf jeden Fall.
Und das Wetter ändert sich halt stündlich und minütlich, das sieht dann so aus auf der Heimfahrt:
Eine schöne Woche Euch Allen !










Kommentare:

  1. Hallo Frank,
    freue mich, dass es mal wieder neue Einträge hier gibt, Deine Berichte und Bilder sind immer sehr interessant!!!
    MfG Nadde

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  2. Ahoi Frank,
    möchte mich Nadde anschließen, auch ich lese hier gerne mit. Nun habe ich schon einige Wochen nicht mehr hier vorbei geschaut. Plötzlich dann die vielen Bilder und Berichte - klasse mach weiter so!
    Vielleicht schaffe ich es ja auch nochmal in die Mongolei - irgendwann.
    Herzliche Grüße
    Andreas

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  3. Hallo liebe unbekannte Leser !

    1. Danke für das Lob, es motiviert ..........
    2. Und es wird weitergehen. Versprochen

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