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Freitag, 10. Juni 2016

Thüringisch - Mongolische Wurstelei


Als gebürtiger Thüringer sind mir ja sei meinem Weggang aus der "Autonomen Gebirgsrepublik Suhl"  vor rund 17 Jahren einige Genüsse abhanden gekommen, wie zum Beispiel:
- Gehacktesbrötchen
- Gutes Brot und Brötchen überhaupt
- Blutwurst
- UND VOR ALLEM:  Die Thüringer Bratwurst !!!!!

Nun gibt es ja in der Mongolei einige Erzeugnisse, die den Anspruch haben, sich als "Thüringer Wurst" zu präsentieren.
Zum Beispiel sowas hier: -->> "Kayser Fleischerei"<<-- ....Ein Name, komplett aus der Phantasie des Besitzers.
 
Die Produkte wurden anfangs unter Aufsicht eines Deutschen aus Franken hergestellt worden, also war der Ansatz für eine gute Bratwurst schon mal nicht soooo  schlecht .....
Seit der aber nicht mehr da ist, "wandelt" man das Rezept mongolisch ab.
Ergebnis ist ein vom Äußeren als Wurst erkennbares Erzeugnis, welches sich nach dem Grillen beim Reinbeißen als getarnte Zitrone erweist........ 
Ursache des Ganzen: Man setzt extrem viel Zitronensäure zu, um die Haltbarkeit zu verbessern.

Nun begann für mich unlängst eine wundersame Fügung, welche mir als Thüringer gleich "zwei Fünfer im Lotto" bezüglich der Wurst-Defizite bescherte:

1. Einen Geschäftskontakt zu einer Firma, welche Därme für Deutschland verarbeitet und exportiert
2. Einen Geschäftsführer dieser Firma, der seit seinem Studium in Deutschland von "Richtigen Bratwürsten" schwärmt .....

Nun gab ein Wort das Andere, und plötzlich entstand der Plan:
Er gibt die Schafsaitlinge, ich das Know How.

Also ging es gestern los, und ich war selbst unsicher, was daraus wird....

1.Aktion:
Fleischkauf.
Dazu gibt es meinen Schweizer Freund, den -->> Schweine-Peter<<-- , 
wo ich sicher sein kann, was qualitativ Gutes zu kriegen.
Also 2,5 kg Schweinefleisch eingekauft .....
Dazu die entsprechenden Zutaten vorbereitet:
(Das genaue Rezept gibt es später)
Fleisch durch den Wolf gejagt:
Gewürze gemahlen bzw. geschrotet:
Dann Hackmasse und Gewürzmischung vereinigt:
Inzwischen die Saitlinge innen und außen gewässert:
Und auf das Wurstfüll-Horn des Fleischwolfs aufgezogen:
Und los gehts mit dem Füllen und Alles ist eigentlich kinderleicht .......
Das Ergebnis sieht doch gut aus, oder ???
Das Glas links enthält "Karlsbader Becherovka", sowas muß sein, bei der fettigen Arbeit .....
Gebraten wird am Wochenende draußen auf dem Land. 

So, und nun das Rezept für Leute, die es nachmachen wollen:

1 kg Schweinefleisch ( Bauch, Schulter, nicht zu mager)
18 g Salz
2 Zehen Knoblauch
5 g Peffer weiß gemahlen
5 g Kümmel gemahlen

5 g Majoran gemahlen
1 Ei
100 mL Milch
1 Prise Muskat, gerieben 
3 m Saitling oder Schweinedarm, Kaliber 28-30

Das ist alles.
OK, jetzt könnte die Glaubens-Diskussion einsetzen, was denn nun reingehört oder nicht, oder was fehlt.....in der "Original Thüringer"......
Aber glaubt mir, wenn der Entzug schon soooo lange angedauert hat, ist das nebensächlich.

Und die nächsten Würste werden mit Bärlauch gemacht, der wächst nämlich jetzt wieder tonnenweise in den Wäldern !





Freitag, 26. Februar 2016

Seltsam, seltsam .... diese Eindrücke......

Nun bin ich mittlerweile schon fünf Jahre hier, und habe in dieser Zeit immer mehr dazugelernt, was die Unterschiede zwischen einer europäischen Kultur und der hiesigen ausmacht.
Klar, man darf die Maßstäbe nicht so anlegen, wie man es ein ganzes Leben lang gewöhnt war.

Aber manchmal gibt es Momente, da beginnt man sich auch für Geschehnisse hier "fremdzuschämen".
So schaue ich doch neulich Fernsehen, und einer der rund 50 (!!!) mongolischen Fernsehsender brachte gerade eine Kochshow.
Die hiermit dokumentierte Szene zeigt:
Einer (in schwarz gekleidet) hat was zubereitet.
Der Andere (der in rot) ist der Koch-Experte.
Und der wird also probieren und beurteilen. Da Probestück hat er schon abgeschnitten:



Nun die Verkostung:


 Leider gibt es plötzlich ein "kleines" Problem mit dem Probestück, denn dieses ist zu groß.....
Aber der clevere Koch weiß sich zu helfen, wozu hat man denn schließlich außer der Gabel auch noch ein Messer...........
Erwähnenswert sei außerdem, daß der Fernsehsender den Namen "Bildung / Erziehung" trägt ...    :-))

Und wenn wir schon bei Entgleisungen sind:
Der -->> Deel<<-- ist ja das traditionelle Kleidungsstück der Mongolen.
Leider ist die Wikipedia nicht ganz aktuell mit den folgenden Sätzen:
An Aussehen und Beschaffenheit eines Deels kann der Träger einer bestimmten Ethnie und seinem sozialen Stand zugeordnet werden.[2] Heute ist er noch in ländlichen Regionen verbreitet, wo er häufig in Kombination mit Gutul, den traditionell mongolischen Stiefeln, getragen wird. In städtischen Gegenden ist die traditionelle Kleidung weitläufig der westlichen Mode gewichen.
Momentan ist etwas ganz Anders festzustellen:
Der Deel wird in der Hauptstadt immer mehr zur Kostüm-Show mißbraucht.
Und welche kuriosen Blüten das Bestreben treibt, sich von Anderen abzuheben, zeigt dieser Bildschirm-Ausschnitt:
Eine verdiente Volkskünstlerin der Mongolei präsentiert sich anläßlich des mongolischen Neujahrsfestes im Fernsehen mit einem neuen Deel.
Eventuell will sie damit " ....einem sozialen Stand zugeordnet werden ...."

Meine Familie und auch unsere Freunde meinen, daß damit die Grenze des guten Geschmacks und die Achtung der Tradition weit überschritten sei.
Möglicherweise hätte sie ein Tischtuch oder einen Teppich zum Deel umfunktioniert .........

Soweit mal die Eindrücke des stillen Beobachters.






Sonntag, 7. Februar 2016

Die Schafe machen sich zum Affen

Auch wenn es die wichtigen Medien wie z.B. "die Welt" immer als "Fest der Chinesen und Südostasiens" darstellen:
Jaaa, auch in der Mongolei findet es statt:
In rund 26 Stunden ab meinen momentanen Post beginnt das Jahr des Affen.

Nun durfte ich heute (wegen der ungeraden Nummer am Auto) noch mal rumfahren zum Einkaufen, und morgen ist es dann soweit .......
Ein paar Links zum Verständnis sind hier:
http://www.welt.de/vermischtes/article151934416/Glueck-fuer-Hillary-Clinton-sie-ist-ein-Feuer-Schwein.html

http://www.oai.de/de/55-ostasienlexikon/jjj/2514-jahr-des-affen-tierkreis.html
http://www.chinesischeshoroskop2016.com/
Was mir in den nächsten Tagen wirklich schwerfallen wird, wie inzwischen seit fünf Jahren immer wieder:
Das ewige Essen:
Entweder mit den Gästen, welche uns besuchen kommen, oder bei den Leuten, welche wir besuchen müssen ..............
Am Ende dieser Tortur kann ich sehr lange keine -->> mongolischen Buuz <<-- mehr sehen, geschweige denn essen ....
Vorgefertigt sind jedenfalls in meiner Wohnung mehr als 300 Stück, da können schon so ungefähr 50 Besucher zu uns kommen und satt werden.... .....

Dienstag, 3. November 2015

Es gibt so Krebs-Geschwüre, welche sich mit Metastasen verbreiten.
Bisher war die Mongolei verschont von diesen weltweit wuchernden Dingern.
Seit neulich geht es aber auch "vorwärts" und der neueste Schrei ist:
---> Wir haben nun auch Burger King !!!<---
Na toll ..... KFC und Pizza Hut sind ja auch schon da.

Ein Menü kostet so um die 10.000 Tugrik, der Arbeiter geht mit 20-40.000 Tugrik täglich nach Hause.
Der im Video sichtbare Manager saß im Juli 1997 mit mir an einem Tisch, in einem Lokal namens "Berlin-Burger".
Da hatten die cleveren Jungs die "Mc Donalds"-Idee einfach kopiert und ziemlichen Erfolg damit gekriegt.
So ändern sich die Zeiten.....

Mister Broome im Porsche kriegte von mir den Umbau organisiert, er verschweigt aber, daß die Zuffenhausener eigentlich von ihrem asiatischen Lizenz-Händler in diesem Jahr ein komplett neues Autohaus erwartet hätten ......Iss aber nix damit.
Es ist halt massiv Krise hierzulande, und niemand will es so richtig zugeben ..........      

Mittwoch, 24. Juni 2015

Die Mongolei ist manchmal grausam für den Ausländer

Heute Mittag bekomme ich einen Anruf meiner Frau:
Du, eine Familie aus unserem Bekanntenkreis hat Fleisch vom Lande mitgebracht, alles sauber und unbedenklich. Auch Innereien, nur 12.000 Tugrik für ein paar Kilo ....(also rund 5,40 €) 
Ich ahnte schon, was kommt...........
Vorsorglich  meinte sie, daß sie die Zubereitung recht schnell macht, damit ich zum Feierabend nicht mehr viel von der Aktion mitkriege .....
Denn:
Sie kennt mich!

So viele Jahre habe ich mich an alle möglichen Speisen, Getränke, Sitten, Gebräuche gewöhnt, nur an Eines nicht:

An diesen Mischmasch aus gekochten Därmen und anderen Innereien, zubereitet in einem großen Kochtopf.
Außer der Leber, da koste ich ab und zu, vor Allem auf dem Lande, wenn man zu Besuch ist.
Aber zum Rest habe ich ein absolut gestörtes Verhältnis !
Zumal ich mal vor Jahren mal von sowas kosten sollte, wo man allerdings die Säuberung etwas leichtfertig vornahm, und im Kochsud noch die Geschmäcker und Gerüche des halbverdauten Grases zu erleben war ............ein prägendes Erlebnis.
Jedenfalls:  Zu meinem Feierabend fand ich das vor:
 
Mitte: Irgendwelche Lappen von Magen und so,
Links Mitte am Rand: Därme, welche in Därmen gegart wurden
Rechts oben: Irgendein großer Darm, welcher mit Blut und anderen Innereien gefüllt ist ......
Über dem Ganzen waberte der "Duft", welchen ich exakt nicht ausstehen kann ...............
Aber man lüftete intensiv, und es ward besser für mich ...........

Nun muß ich zur Ehrenrettung der Mongolen (und meiner Familie)sagen:Jede Nation hat ja  ihre Eßgewohnheiten.
Die Deutschen essen rohes Schweinfleisch auf Brötchen, hier undenkbar und sogar unvorstellbar.
Wir haben Bratheringe (hier absolut Bääähhhh),
Und es gibt so manche andere eigenartigen Speisen für den ausländischen Betrachter..
Unsere Blutwurst ist ja auch nur eine Weiterentwicklung des rechts oben zu sehenden Teils, aber wir haben es irgendwie "sterilisiert" und gewissermaßen "zivilisiert".

Die "Wildform" der Blutwurst auszuhalten, hat schon was Eigenartiges........ wie gesagt:
Manchmal ist die Mongolei grausam für Ausländer ......




Sonntag, 7. Juni 2015

Bärlauch --- Jedes Jahr


So, im Frühjahr blüht und grünt es wieder.
So gibt es dann ein paar Tage lang an jeder Ecke eine Art von Bärlauch, die von uns heute schon gehäckselt wurde:








Anschließend das Ganze mit Salz in einem Gefäß reingestampft, ist so die Würze für gaaaaanz viele Buuz und Khushuur garantiert:
Und gesund ist das Ganze auch noch ..... sagt man...

Sonntag, 12. April 2015

Was Aktuelles

So, nachdem der Herr Mykines (Danke dafür) der Nutzung seiner Bilder zugestimmt hat,
zeige ich also die Oster-Landschaft der Mongolei 50km außerhalb von Ulaanbaatar:

Ist schon toll, da draußen .....
Ja, und sonst so ?
Bis heute läuft die Hotel-und Gastronomiemesse, wo natürlich das neue "Krone Brauhaus" auch nicht fehlen darf:
Braumeister Axel mit seiner Truppe: 



Tja, und mal wieder habe ich den "feinsinnigen Humor" der Chinesen für mich entdeckt:



Das "Familien-Klopapier"mit den den besten Wünschen für "farbenvolle Tage".
Was auch immer das heißen soll, in Anbetracht der Nutzung desselben..........

Und auch spaßig, wenn man zuvor beim -->> DUDEN den folgenden Satz liest:
Die Zusammensetzung zweier Substantive zu einem neuen Wort mit einer eigenen Bedeutung ist ein besonderes Kennzeichen der deutschen Sprache.
Nun, die Chinesen können das auch.........
Gefunden habe ich den Beweis bei der Inspektion einer Fertigungsmaschine an einem Ventil:
Einem Rechtschreib-Professor sträubt sich gewiß das Gefieder ob dieser unglaublichen Kreation aus (auch noch falsch geschriebenen) und zusammengewürfelten Begriffen ......

Immerhin machen sich die Hersteller diverser Waren schon richtig viel Gedanken darüber, wie man potentielle Käufer und Verarbeiter informieren kann. Wie bei dieser Alu-Composit-Platte
Es könnten ja auch Deutsche darunter sein .............
Tja, so ist das eben mit "Made in CHIAN"....

Sonntag, 28. September 2014

Eichhörnchen-Zeit

Also, neueste Nachricht von heute früh, aus dem Fenster schauend:
Schnee und Minusgrade.
Ist halt Schluß mit lustig, wie üblich............

Also im Klartext:
Der diesjährige Herbst fand irgendwann zwischen 1. September und 28. September statt.............
Da heißt es also, Vorsorge zu treffen für die kommende Zeit.
Zum Glück kann man derzeit alles günstig kaufen, was die mongolische Erde hervorgebracht hat.
Denn überall in den Stadtteilen Ulaanbaatars wurden Zelte aufgebaut, wo die einheimischen Erzeuger aus den verschiedensten Rgionen des Landes ihr Obst und Gemüse direkt vermarkten:
 
 Was jedes Jahr für die Mongolen extrem wichtig ist, ist dies: 
Und zwar sind das die Samen der Zedern-Nüsse, die in Europa als "Pinien-Kerne" aus anderen Ländern importiert werden.
Die gibt es überall, an jeder Ecke auf den Straßen.
Und sie werden überall geknackt ...... die Schalen sind omnipräsent..... man futtert sich halt Reserven an, genau wie die Eichhörnchen.

Der heutige Sonntag war für mich ebenso ein Eichhörnchen-Tag, weil Vorräte angelegt wurden:
1. Sauerkraut:
Hier in der üblichen deutschen Art nicht vorhanden, und bis auf wenige Importe kaum verfügbar.
Aber ich habe erst mal 5 Kilogramm angesetzt, mal sehen, wie es gelingt:
Außerdem wurden diverse Gemüse auf mongolisch-chinesische Art eingelegt in wohlschmeckende Saucen.
Da haben wir also Stangen-Sellerie, kleine Rübchen, Weißkraut, Möhren, Knoblauch.
Das Alles mariniert in einem Sud aus Soyasauce und asiatischem Essig ....oberlecker in ein paar Wochen.
 Nebenbei habe ich mir die Arbeit mit einem Snack versüßt:


Das sind grüne Erbsen, die irgendwie ausgebacken wurden, und mit Maismehl, Zucker und noch irgendwas zu einem Eßvergnügen gemacht wurden.
Da laß ich alle Chips und sonstigen Snacks links liegen .........  









Freitag, 7. März 2014

Neues vom Brot-Markt

Ich hatte ja -->> HIER << --- schon mal gejubelt über die neue Brotquelle, und versprochen, mal dran zu bleiben an der Geschichte.

Nun weiß ich den Hintergrund dank der Zeitung -->> NORDKURIER <<-- und bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht.




Und was da im Beitrag zum fehlenden Quark geschrieben wurde, da weiß der Mongoleifan Frank Abhilfe, und hat das auch schon den Reinholds in Wesenberg mitgeteilt.

Dienstag, 28. Januar 2014

Böse Überraschung -----zum Neujahrsfest

So kurz vor dem Neujahrsfest gab es ein "Geschenk" der Verkehrsbetriebe, welches gewiß nicht zu Tsaagan Sar eingeplant war:

Die Bustarife wurden mal eben erhöht:
- Stadtbus von 400 auf 500 Tgrik ( also mal eben 25% mehr)
- Trolleybus von 200 auf 300 Tugrik (also 67% mehr)

Das sind zwar neue Tarife, die umgerechnet "nur" 20 Cent bzw. 12,5 Cent bedeuten.
Aber dazu muß man wissen:
1. Es gibt keine Zeitkarten, also muß man jede Fahrt jeden Tag zahlen
2. Wenn der gewöhnliche Beschäftigte täglich zur Arbeit fährt, (mindestens 6 Tage die Woche),
dann sind das im Monat rund 4800 Tugrik mehr.

Wenn man also für 20 000 Tugrik pro Tag arbeitet, sind 1/4 Tag weg, oder anders ausgedrückt, kann man rund 500 g Fleisch pro Monat weniger kaufen.
Das sind die Fakten.

Sonntag, 26. Januar 2014

Ach, übrigens: Es steht ein Pferd auf dem Flur ........

......und zwar ein hölzernes.....  Häää ???
Naja, am kommenden 1. Februar wird das -->> Hölzerne Pferd<<-- das Leben in den buddhistisch geprägten Regionen für rund ein Jahr bestimmen.
Also feiert man am 31.01. quasi Silvester und dann den Neujahrstag.

Anders als z.B. in China geht es aber hierzulande realtiv still zu, ohne Feuerwerk und Umzüge.
In der Wikipedia ist die mongolische Variante des Neujahrsfestes, -->> Tsaagan Sar genannt <<-- ,
recht gut beschrieben.

Also haben wir in der Familie wieder wie jedes Jahr ein vierstellige (!!) Zahl von  -->>Buuz - Бууз<<-- 
verfertigt, und sie in unserem Natur-Tiefkühlschrank, Balkon genannt, tiefgefrostet.
So können die Besucher sicher sein, unser Haus auf keinen Fall hungrig zu verlassen .........

Was in der Wikipedia allerdings nicht geschrieben steht:
Ab dem 1. Neujahrsfeiertag besuchen alle jüngeren Verwandten jeweils alle Älteren, inzwischen ist das auch bei Arbeitskollegen und Freunden üblich.
So wird außer an den ersten zwei-drei Tagen das gesellschaftliche Leben durch geschlossene Läden, Firmen, Büros noch länger behindert werden.
Statt dessen reisen die Mongolen kreuz und quer durch`s Land, um der Besuchspflicht zu genügen.
Und da kommen schnell sehr große Strecken zusammen, in dem Land, welches 4,5 mal größer als Deutschland ist ......
Aber sie haben ja Pferde, die Mongolen.........  
 



Donnerstag, 23. Januar 2014

Halleluja, Hosianna, Brot ist noch mehr da, als gedacht .......

Es gibt ja hier in UB ein paar Angebote, was Deutsches, oder zumindest "Deutsch-Ähnliches Brot" betrifft.
So ist das Leben also halbwegs erträglich, wobei derartige Genüsse allerdings auch relativ unerträglich für den Geldbeutel sind.
Jedenfalls für hiesige Verhältnisse.
Jedoch führte mich gerade heute (nach einem Geheimtipp von Gerhard, Danke dafür !! ) mein Weg in eine zwar zentrumsnahe, aber recht abseits gelegene Straße, .......und was sehe ich da ?????
             
Oha, eine Deutsche Bäckerei, und wie sieht es da drinnen aus ?
          

 Ehrlich gesagt, wie im Laden einer Deutschen Bäckerei !
 

Kaiserkuchen, Pfannkuchen, Apfelkuchen, dazu verschiedene Sorten Brot und Brötchen, das Ganze zu zivilen Preisen (OK, für Ausländer und reiche Mongolen), .......das macht Spaß.
Und daß es da auch "Punschkuchen" und "Bismarckeiche" gibt, das wäre (so meinte der Wessi Gerhard) ein Zeichen dafür, daß da ostdeutsches Know-How dahintersteckt..........
OK, ich verfolge das weiter......

Wer allerdings von zukünftig Anreisenden wissen will, wo sich diese Quelle der Genüßlichkeit genau befindet, der muß mir zwar keine Provision zahlen, aber zumindest eine Nachricht schicken, wonach ich die Quelle dann problemlos offenbare.............fies sieht anders aus, stimmts ?




Samstag, 23. November 2013

Mongolen sichern deutsche Arbeitsplätze

Ich gebe es ja zu,
so ganz möchte man auf die heimatlichen Genüsse nicht verzichten.
Jedenfalls, wenn es machbar ist.
Und ab und zu ist die Sehnsucht groß, ganz ehrlich.

Samstag, 2. November 2013

Die "Grüne Woche" in Ulaanbaatar

...Sie findet an drei Tagen statt, und zwar in einer relativ kleinen Halle ohne die Beteiligung des Auslands.
Die Aussteller sind Import-Firmen, Restaurants und Lebensmittel-Hersteller.
Noch bis zum morgigen Sonntag strömt das Publikum zur Messe.

Für mich ein Glück, habe ich doch nur 50 Meter entfernt ein Büro.
Und so ist die Mittagspause ausgefüllt durch Probieren und Studieren.
Mit dem Ergebnis, daß man sich den Gang zur Kantine sparen kann.

Und was besonders schön für das Publikum ist:
Wie immer ist der Eintritt kostenlos.

Also nix wie hin:

Montag, 25. März 2013

Sendepause

Manchmal erfordert das reale Leben mehr Zeit, als dass sie für die Nebensachen (wie z.B. das Betreiben eines Blogs) zur Verfügung stehen.
Deshalb also gab und gibt es eine Pause, die ich aber so kurz wie möglich halten möchte.


In der Zwischenzeit ein paar Impressionen aus dem täglichen Leben.
Zum Beispiel ein selbstmörderischer Eigenbau-Heizer meiner erfinderischen Bauarbeiter aus mehrerer Herren Länder (mehr sage ich da mal nicht zu).
Bauanleitung:
Man nehme ein Blechfass, ein paar Widerstandsdrähte, Asbestzement-Rohre, Bewehrungseisen und setze hinter das Ganze einen Ventilator.
Berührung lebensgefährlich:








Und wenn man halt mal im Winter auf einen Hügel steigt, welcher einen hervorragen Blick auf die Stadt bietet, dann sieht man eben in einem Seitental das:

Und in den Spalten des Felsens vor der Person das:



Irgendein Schamanen-Woodoo-Kult hat dazu geführt, dass jemand diese Barbie-Ersatz-Puppen gekauft und fein säuberlich beschriftet in einer Felsspalte "beerdigt" hat.
Naja, alles muß ich auch nicht verstehen ..................

Derweilen erklärte eine der Damen von der Materialwirtschaft auf unserer Baustelle , wie denn die "Luxus-Massegebrause-Dampfsauna-Ultraviolett-Kabinen" der zukünftigen Wohnungsbesitzer zu bedienen sind.
Schade, wir dachten, sie führt das live vor, die Bilder wären wesentlich "zeigefreudiger" geworden:



Und während angeblich Europa unter der Kälte leidet, habe ich am 14.02.2013 frühmorgens um 08:25 Uhr mal den Bordcomputer abgelichtet:

Alles im normalen Bereich ..............Wir haben übrigens jetzt bis 9 Grad plus und Sonne satt, Ääääätsch .....

Aufheizen kann man sich hervorragend mit einem "HotPot"- Menü, welches man sich aus vielerlei Zutaten selber zubereitet. Dazu dient der kleine Topf mit Brenner, in dem jeder Gast nach Belieben die Ingredienzien vermischt und köcheln läßt.
Eine geniale Erfindung, die dem Koch alle Verantwortung abnimmt:
Denn wenn es nicht schmeckt, ist der Gast selbst schuld.


So, bis demnächst !
Und die Pause wird diesmal nicht wieder solange, versprochen !






Montag, 18. Februar 2013

Pferdefleisch

Also nur mal zur Info:
Die Berichterstattung zum Verlauf des Neujahrsfestes wird unbeirrt fortgesetzt, aber die Aufbereitung des überaus großen Materials an Bildern und Videos erfordert Zeit.............
und die hat man halt nach dem Abklingen des Neujahrs-Trubels auch nicht, weil es zu 100% im Job weitergeht.


Aaaaber, was ich sagen wollte:
Meine Familie isst ab und zu Pferdefleisch, und wir achten dieses Tier ob seiner Bedeutung für das mongolische Volk enorm.

Um so "komischer" finden wir die gegenwärtige Aktion bezüglich "Pferdefleisch-Spuren" in irgendwelchen Lebensmiteln.
OK, das ist nicht fair, wenn auf dem Schild drauf steht "Rind".
Aber dass man derzeit einen solchen Hype draus macht, und ganze Lieferungen an Lebensmitteln aus dem Verkehr zieht, weil "geringe Spuren" von Pferdefleisch gefunden wurden, das bringt hierzulande nur Lacher.

Anstatt die Medien das Ganze mal von wissenschaftlicher Seite beleuchten würden, wird draufgedroschen, als ob in den Produkten Zyankali wäre.

Klar, mir gefallen die Prinzipien der europäischen Lebensmittel-Überwachung, weil sie Sicherheit bringen.
Das wäre hier sehr wünschenswert, da weiß ich, wovon ich rede.

Aber das ganze Drumherum scheint doch überzogen.
Wie gesagt:
Ich esse hier Pferdefleisch in verschiedenen Formen, äußerst lecker zumeist.
Wo die Katastrophe in Europa derzeit zu verorten ist, mag ich nicht verstehen.

Samstag, 9. Februar 2013

The night before

Während Europa, oder speziell Teile Deutschlands, im Faschingstaumel die Besinnung verlieren, passiert das Gleiche derzeit in Asien, nur eben anders.

Der Kaufrausch zu Weihnachten findet seine Entsprechung zum Neujahrsfest der Buddhisten, und da geht richtig die Post ab.
Für den zu erwartenden Ansturm der Gäste hat meine Frauen- und Jugendbrigade mehrere Sonderschichten eingelegt, um die erforderlichen -->>Buuz in ausreichender Menge zu produzieren.
Zum weiteren Verlauf wird berichtet, versprochen !

Falls man sich nicht mehr sieht / liest:

Allen meinen Lesern in inzwischen mehr als 40 Staaten  ein erfolgreiches Jahr der Wasserschlange !

Freitag, 9. November 2012

Link-Ergänzung

Ich habe mal eine illustrierte Beschreibung der mongolischen Küche auf dieser Seite -->> Leib und Magen <<-- eingefügt, die ich gerne hier oder dort bei Bedarf erkläre.
Viel Spaß und guten Hunger ! ;-)

Sonntag, 27. Mai 2012

Pfingstbrot und hohe Zirkuskunst

All meinen (anscheinend immer zahlreicher werdenden) Lesern wünsche ich ein erholsames Pfingstfest !

Daß dieses Fest hier nahezu unbekannt ist, ist ja der Tatsache geschuldet, daß es gerade mal 700 praktizierende Christen in der mongolischen Statistik gibt. ( Die Missionierer aus dem Ausland sind da anscheinend in der Überzahl, wenn man die Häuser mit dem Kreuz im Stadtbild mal zusammenzählt.
(Zu den beiden Schlagworten in der Überschrift komme ich gleich noch ....)

Dienstag, 8. Mai 2012

Was Koreaner, Chinesen und Mongolen betrifft......

.....Da zieht sich heute eine Meldung durch die deutschsprachigen Medien, die ein ziemliches "Geschmäckle" hat:
>> China exportiert Kapseln mit Menschenfleisch <<<