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Sonntag, 24. April 2016

Die Hauptstadt der Mongolei hat momentan keinen Fluß mehr !

Da fahre ich doch heute mal am Südrand der Stadt auf der Umgehungsstraße, welche sich zwischen Tuul-Fluß und den Bergen entlang windet, und Einem ziemlich viel Zeit spart, wenn man in Ost-West-Richtung unterwegs ist.
Für Interessenten:
--Vom Kreisverkehr links nach rechts der weiße Strich--

Und was muß ich feststellen ?
DER FLUSS IST WEG !!!!!

Man sieht nur noch das Kiesbett,  und vereinzelt sind ein paar Pfützen zu sehen.

Hier der Blick an der Zaisan-Brücke:
                                        

Etwas näher dran sieht man den Kies im Flußbett:
                                          
Bei Google Street Maps kann man sich ansehen, wie die Stelle normalerweise aussieht:
--Und zwar HIER im November 2014-- 
Dazu muß man wissen, daß damals die trockenen Sommermonate vorbei waren und der Fluß trotzdem Wasser hatte.
Jetzt müßte mit der Schneeschmelze eigentlich viel mehr Wasser kommen, ......
Aber: Denkste !

Sowas habe ich in den Jahren, die ich hier bin, noch nie erlebt.
Sage niemand, es gäbe keinen Klimawandel !

Morgen werde ich versuchen, noch ein paar Bilder an anderen Stellen zu knipsen.

Montag, 11. April 2016

Schmutziger Frühling





Die Mongolei wird ja gerne als die letzte natürliche Steppenlandschaft der Welt gesehen, mit ihrer einzigartigen nomadischen Lebensweise vieler Menschen.

OK;das stimmt ja im Prinzip auch, aber die Realität in mancher Gegend sieht anders aus.
So habe ich mitten in Ulaanbaatar neulich dieses Foto gemacht: (Anklicken zum Vergrößern)

Auf einem unbenutzten Grundstück hat man nicht etwa Kohle abgeladen, sondern den letzten Schnee von den umliegenden Straßen.
Ich habe früher immer über den Spruch gelacht:
"Und wenn der ganze Schnee verbrennt, die Asche bleibt uns doch...."
Das Lachen bleibt einem angesichts solcher Bilder im Halse stecken......................

Heute nun fuhr ich raus, nach Südwesten, und überquerte den Fluß Tuul über eine Brücke.
Und zwar genau an dieser Stelle: --->>> Die Brücke über den Tuul<<<---
Dort hat sich das warme Wasser des Frühlings eine Schneise geschlagen in den Eispanzer der letzten Monate.
Das sieht dann sehr romantisch aus:

Gleichzeitig zeigt sich dort, was in der näheren Umgebung von Ulaanbaatar an Gift und Schmutz in der Luft vorhanden war, und sich in der Natur während des Winters niederschlug.
Wenn man genau hinschaut:

In den Schichten von Eis und Schnee kann man genau ablesen, wann der giftige Staub des Qualms aus den Kraftwerken und den vielen Jurten und Hütten über das Land zog, und wann Schnee fiel, um das Elend mal wieder zu überdecken.

Wenn jetzt das Tauwetter weiter anhält, wird dann das ganze schaurig-giftige Zeug über die Flüsse und das Grundwasser verdünnt .......
Aber "weg" ist es damit noch lange nicht .................





Montag, 14. März 2016

Der gefährlichste Schulweg der Welt...Naja .....

Fast immer bin ich ja auch auf der Suche nach Eindücken Anderer von der Mongolei, und da wurde ich jetzt bei der ARD fündig.
Deshalb verlinke ich gerne zu deren Mediathek:

--Die gefährlichsten Schulwege der Welt --

Leider angeblich nur bis 19.03.2016 abrufbar, also beeilen mit dem Schauen !
Für meine Begriffe ein wenig dramatisiert für den deutschen Zuschauer, aber das Leben hier wurde gut eingefangen.
Deshalb mein Respekt für die Macher !

Das Tal, in dem die Station Tunkhel mit der Schule liegt, kenne ich sehr gut, dort wohnen Verwandte.
Im Sommer ist die Gegend ringsherum eine Idylle ! Da sieht es an dem Fluß so aus, fotografiert aus dem Zug:


Ich stelle mal einen Link zu Google Maps ein, wo man die Station sieht:
--Tunkhel--
Und stelle mal die Quiz-Frage, was die hellen gelb-braunen Flecke im Ortsbild bedeuten könnten ?

Viel Spaß beim Rätseln ... !!!!!

Sonntag, 31. Januar 2016

Biathlon -- Asiatisch

Ich komme ja aus einer Mittelgebirgs-Gegend, wo die Helden der Biathlon-Szene ihre Wurzeln haben:
- Frank Ulrich
- Sven Fischer
- Frank Luck
- Kathi Wilhelm
Und noch so mancher,den ich auch persönlich kenne und/oder sogar mit ihnen persönlich verbunden bin. 

Deshalb fiebere ich jedem Biathlon-Weltcup entgegen, den ich auf irgendwelchen Internet-Wegen möglichst live anschauen möchte. Meist klappt das auch.
Jetzt war allerdings Pause, erst am 03.02.2016 geht es weiter mit dem Cup in Kanada.

Aber die kleine Sensation hierzulande ist:
Auch die Mongolei hat eine Biathlon-Szene !
Und so kämpfen bei -27° Grad Sportler aus der Mongolei und aus Russland um den Sieg, wo im "normalen Wettbewerb" möglicherweise schon wegen widrigen Bedingungen abgesagt worden wäre.
Da bin ich mal wieder stolz auf meine Mongolen:
"Ergebnis ist zweitrangig"......... Teilnahme ist entscheidend.....

Sonntag, 22. November 2015

Sorry für die Pausen bisher .......

Also, liebe Leser,

ich wollte ja mal meine Naadam-Reise vom Juli weiter auswerten, und auch sonst immer mal wieder was Interessantes beitragen.
Da gab es aber ein paar Probleme:

1.
Ich bin ja bekanntlich im Bausektor tätig, und da war die Saison hart und erforderte vollen Einsatz bis zum Ende , welche erst dieser Tage war.

2.
Zusätzlich kostete immens viel Zeit der Kampf um neue Aufträge, sowie auch das Eintreiben schon längst fälliger Forderungen. Da darf man sich schon mal vor ein paar Gerichten präsentieren .........
3.
Denn wir haben hier eine ausgewachsene wirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Krise, die das gesamte Volk beschäftigt.
Und vor Allem belastet. Die Blase von 2011/2012 ist erstmal geplatzt. Wie es weitergeht, und wann es wieder aufwärts geht,weiß eigentlich niemand konkret.
Alle hoffen auf "nur" ein bis zwei Jahre Stillstand, was dann wieder durch Wachstum abgelöst wird.
OK, ich hoffe mit .............

Nun mal was Schönes:
Inzwischen hat der MDR-Journalist Thomas Junker ganz aktuell eine Reise durch Rußland, Kasachstan und die Mongolei  unternommen, und seine Eindrücke verewigt.
Und ich muß sagen:
Sachlich, ausgewogen, real. Sowas kann ich nur empfehlen.
Deshalb hier die Verlinkung der beiden Teile, die sich mit der Mongolei beschäftigen.
Also erst mal was vom Landleben:


Und im zweiten Teil wird auch aktuell über die Hauptstadt berichtet.
Interessant für mich, daß dabei sogar zwei meiner Baustellen vorkommen.
Und zwar hier im Link bei Minute 5:33 und später bei 8:53 (unten rechts).... 
Jedenfalls darf ich dem Herrn Junker dazu gratulieren, einen äußerst aktuellen, und sehr objektiven Bericht zum Leben und zur Lage in der Mongolei abgeliefert zu haben.

Falls es Fragen gibt, dann gerne fragen.
Ich freue mich, Antworten geben zu können.



Sonntag, 19. Juli 2015

Wüste Gobi unter Wasser

Nein, kein Scherz ...... !!!!

In den letzten Tagen gab es überall in der Mongolei extreme Niederschläge, die sogar in der Gobi zu Problemen führten !
Mein Naadam-Ausflug (über den berichte ich natürlich noch gesondert), fiel auch ein wenig ins Wasser.
Gestern Abend (am Sonnabend, dem 18.07.2015) zeigten die mongolischen Fernseh-Stationen für  ALLE Aimags der Mongolei Regen an !
Ich glaube, das gab es so noch kaum in der letzten Zeit !
Aktuell fand ich dieses Video auf Youtube, es zeigt die Probleme:
https://youtu.be/ASnDANeYgdI
Das ist ein Vorort von Ulaanbaatar, wo in der Vergangenheit gebaut wurde, ohne jede Planung und Genehmigung.

Montag, 13. April 2015

Winter weg, Sommer da .... Frühling war auch zwischendurch...oder so ähnlich ....

Jedes Jahr zur selben Zeit werde ich als zentral-europäisch geprägter Wetter-Mensch von dem Moment überrascht, wo wir von übergangslos die Watte-Anoraks ausziehen und im offenen Hemd rumlaufen.
Hier ist der Beweis:

Heute, am 13.04.2015, um 17:00 Uhr haben wir 20,1 °C !!   IM SCHATTEN !!!
Nebenbei bemerkt, brennt da die Sonne auf 1300 Meter über NN so, wie anderswo bei 30 °Celsius.
Nun also warten wir darauf, daß innerhalb von ein paar Tagen die Knospen knallen, und dann beginnt wieder die herrlichste Zeit in der Mongolei !

Ich wollte es nur mal gesagt haben, weil:
DAS
isses, auf was wir sehnlichst und lange gewartet haben ......  Gott sei Dank !


Und was in Deutschland das Ordnungsamt oder die Polizei auf den Plan rufen würde, wegen "ruhestörendem Lärm", gehört jetzt endlich nach den langen kalten Tagen wieder zum Alltag:  
Ein belebter Kinderspielplatz zwischen den Häusern, gerade eben aufgenommen.
Auf dem die Muttis und Omas auf die kleinen Kinder achten, und gleichzeitig die neue, warme und nun auch wieder saubere Luft inhalieren !

Und wo ich nun jeden Tag von den kleinen und großen Besuchern mit "HELLO" begrüßt werde, um dann zur Begeisterung Aller mit "Sain bainu" zu antworten..... Schön isses schon .....    :-)
  

Samstag, 7. März 2015

Atem schöpfen

Allmählich wird es wärmer und windiger.
Gott sei Dank, man kann wieder öfters durchatmen.


Neulich war ich im Tuv-Aimag, nur rund 25 Km von Ulaanbaatar entfernt.
Klarer Himmel, saubere Luft, eine Wohltat....
Der Schock kam, als ich zurückfuhr, und aus dem klaren Himmel heraus das Tal sah, in dem sich die Hauptstadt befindet:

Wie eine Decke wabert da diese Mischung aus Kohlequalm, Küchenfeuern, Autoabgasen über der Stadt, in der man sich jeden Tag aufhält.
Man weiß es ja, man tut sich das ja bewußt an, akzeptiert es und versucht, dem auszuweichen. Zum Beispiel am Wochenende, wo man rausfährt, auch nur 10 Kilometer helfen da schon. .

Aber in solcher Brutalität habe ich es in den vier Jahren nicht wahrgenommen:
Und zwar den Schnitt von der reinen Welt der unberührten mongolischen Landschaft hin zum Moloch Ulaanbaatar.
Und das in weniger als 10 Minuten ............

Der ehemalige deutsche Botschafter in der Mongolei, Herr Schaller, hat zu diesem Thema auf der Seite des ---> Mongoleiforum<--- einen Beitrag  speziell dazu eingestellt: -->> Luftverschmutzung in Ulaanbaatar<<--


Auf dem Gebiet gibt es noch sehr viel zu tun, und eigentlich wäre schon seit vielen Jahren Besserung in Sicht gewesen, wenn man den vielen Regierungs-Chefs hätte glauben wollen.
Aber leider .......

Da hierzulande die Sonne an fast  300 Tagen mit einer unglaublichen Intensität scheint (Hochgebirgs-Situation auf 1400 Metern), könnte man dermaßen viel kostenlose Energie umweltfreundlich nutzen, aber das ist (immer noch) kein Thema hierzulande.
Wo man doch die billige Kohle hat ...........

Nun ja, wie gesagt:
Man kann wieder etwas mehr durchatmen, die vielen Kinder werden ihre Atemwegserkrankungen los, auch die Erwachsenen leiden weniger...... bis zum September/Oktober.
Dann beginnt das gleiche Problem.
Bloß, wie lange noch ????


Freitag, 16. Januar 2015

Der alljährliche Winter ... und seine Folgen.....

Es gibt ja schon sei Längerem die Feststellungen zu Ulaanbaatar bezüglich Klima und Umwelt, die da sind:
1. "kälteste Hauptstadt der Welt"
2. Hauptstadt mit der schmutzigsten Luft der Welt

Und besonders neulich machte mir eine Meldung Angst, welche da lautete: Krebsstudie -->> Wenn der Wohnort über Leben oder Tod entscheidet


Da macht man sich schon mal Gedanken über die Welt, in der die Touristen meistens aufschlagen, wenn es Sommer ist
Dann ist Ulaanbaatar nur Durchgangsort wegen dem Flugplatz.
Und ansonsten ist die heile Welt der Nomaden das, was der Ausländer bewundert.
Negativ-Schlagzeilen werden höchstens wahrgenommen, wenn man im Internet danach sucht .....

Ich habe dieser Tage einen unseren kleinen Firmenwagen frisch gewaschen für zwei Tage auf der Straße geparkt, einfach  stehengelassen.
Der hat "normalerweise" eine Lackierung in Silber-metallic.
Das Bild von der Motorhaube spricht wahrscheinlich Bände, denn die Schrift offenbart die wahre Farbe:
 (habe mich glatt im Datum vertan, es ist ja schon 2015 ...)
Sowas atmet man halt auch ein, wenn man (insbesondere Abends) unterwegs ist.
Es ist hoffentlich bald vorbei ............und die schöne Jahreszeit kommt gewiß, die für Alles entschädigt.

Aber es kann Einen schon mal nachdenklich machen darüber, was man sich und seiner Gesundheit hier im Winter antut...........

Samstag, 19. April 2014

Ostern ?? Was ist das ??

Allen Lesern ein frohes, erholsames, gesegnetes Osterfest wünscht der Mongoleifan !

Ansonsten teile ich mit, daß Ostern hierzulande eigentlich nicht stattfindet.
von den paar vereinzelten christlichen Zellen mal abgesehen.

Stattdessen haben wir anderweitig zu tun:
- Mit der hoffentlich irgendwann richtig beginnenden Bausaison ( Irgendwie ist da der Wurm drin)
- Mit den im April üblichen Regen- und Schneeschauern, den Staubstürmen ( seeeehr lästig), das sieht dann aus dem Auto so aus: 
- Und mit der Problematik, daß irgendwie in der Wirtschaft die Luft raus ist aus dem "Boomland".

Aber keine Bange, es wird weiter berichtet aus der Steppe und deren Hauptstadt.
Und irgendwann demnächst kann ich auch berichten, an welchen 10 Tagen der Frühling einzog, bevor er dem Sommer Platz machte.
Daß dies passiert, und daß ich darüber berichten kann, darauf freue ich mich jetzt schon.


Sonntag, 9. Februar 2014

Die Mongolei in Winter-Bildern





Der Mobilfunk-Betreiber "Unitel" hat dieser Tage eine Fotoserie erstellen lassen.
Das Besondere daran: Die Reise mitten im Winter führte in den Norden der Mongolei, an den -- Khuvsgul-See --.
Und dort leben die  Tsaatan, eine tuwinische Volksgruppe, welche als "Waldleute" in Tipis leben und Rentiere züchten.

Die schöne Bilderserie findet man --HIER --
Wie sie zustande kam, zeigt die Reportage auf Youtube.
Viel Spaß beim Schauen !

Mittwoch, 8. Januar 2014

Wasserstandsmeldung

1. Wasser ist gefroren ....
2. Inzwischen nach unglaublichen "Wärmegraden" von -10°C zum Jahreswechsel endlich wieder normale Verhältnisse !
Heute Morgen auf dem Handy die aktuelle Lage um 05:00 Uhr:









Aber keine Bange, es erwärmte sich dann recht schnell auf rund -25°C ....Sonne haben wir ja immer.

Ansonsten:
Jede Menge zu tun, da bleibt der Weblog hinten dran, aber die Prioritäten werden sich (hoffentlich) noch etwas verschieben.
Jedoch nicht zu sehr, denn ganz ohne Arbeit, das wäre ja auch nix.....

Mittwoch, 24. April 2013

Summer in the City

Es wird täglich wärmer und es werden ab Donnerstag für die kommenden Tage unglaubliche 17 bis 19 Grad angekündigt. PLUS !!!!!!  
Luxus pur bei Sonne satt. 


So langsam kommt auch wieder Grün in die Stadt.
Zwar nicht als Blattgrün, da müssen wir noch Geduld haben, aber immerhin in Form von zenterweise grüner Farbe:
 Dutzende Leute sind dabei, sich mit dem Anstrich der eisernen Zäune zwischen den Fahrspuren ein paar Tugrik zu verdienen. Auftakt der landesweiten Frühjahrs-Verschönerungsaktion war ja traditionell am vergangenen Samstag (jaaaaa, es gibt ihn noch, den Subbotnik ...).

Und überhaupt:
Es kommt mehr Farbe in die Stadt. Ob mit den Luftballon-Tafeln der Dart-Fans, die mal eben beim Spaziergang ein paar Pfeile werfen, oder mit den jetzt wieder mehr werdenden Straßenverkäufern, die neben Nüssen, Süßigkeiten und vielem Anderen auch ein kofferartiges Telefon vorhalten für die paar Passanten, die verblüffenderweise immer noch kein Handy haben.



Auch die Batterie der rollenden Grills hat wieder vor dem Kino Aufstellung genommen, für einen Euro bekommt man einen der Spieße, bevor man vielleicht eine Vorstellung der aktuellen internationalen Kino-Hits besucht.


Selbst die unendliche Torten-Parade-Strecke im Supermarkt meines Vertrauens hat ihre Farbenpracht anscheinend noch einen Tick kräftiger gemacht, wobei das an sich schon eine Augenweide ist, was da an Creme und Dekoration gezaubert wird.






Nur beim Fotografieren darf man sich nicht erwischen lassen, denn das zählt man als Werkspionage.
(Von den Chinesen lernen, heißt auch, deren Unsitten zu kennen und zu bekämpfen)
Deswegen auch nur aus der Hand geknipst, mit dem Handy mal schnell draufgedrückt.
 
Einer von den ganz Harten lief mir dann auf dem Heimweg vor die Linse:
Bei plus 7 Grad ließ er den coolen Europäer ohne Jacke raushängen.
OK, die entgegenkommenden mongolischen Jungs haben es ja auch drauf...
Wir kamen schnell ins Gespräch und so habe ich einen neuen Bekannten gefunden, der auch noch ganz in meiner Nähe wohnt:
Einen Engländer mit 65 Jahren, der an der englischen Schule Lehrer ist.
Noch ein Mongoleiverliebter ......

Sonntag, 31. März 2013

Mongolische Osterwetter-Solidarität

Da habe ich doch gestern noch per Internet mit Freunden darüber geflaxt, daß es in Europa Weihnachten ist und wir dafür den Frühling haben mit Sonne satt.Das muß aber irgendwie "weiter oben" gehört worden sein.
Und als ob man mir zeigen wollte, daß man sich über das Pech anderer nicht lustig machen soll, sah heute morgen die Welt aus dem Fenster so aus:


Eines muß man aber sagen, die Leute vom Winterdienst waren schnell da. 


 
Und so grüße ich alle Leser ganz herzlich von Schneeland zu Schneeland !
Doch unser Wetterkarussell dreht sich auch ganz schnell weiter:
Heute Nacht sind -12 Grad "geplant", und am Montag +12 Grad. Achterbahn der Temperaturen.
Da ist die weiße Pracht wohl schneller weg, als gedacht.

Und vielen Dank an meine Leser für das Interesse unverminderte Interesse möchte ich  auch noch sagen !
Habe ich mir nämlich heute mal wieder die aktuellen "Top Ten" der Zugriffe und des Publikums pro Woche angeschaut und war doch ziemlich erstaunt:
Wo ich doch fast nichts geschrieben habe .....
Der absolute "Renner" meiner Posts war übrigens bis zum heutigen Tage "Pferdefleisch", naja wen wunderts.

So, dann bis neulich, der Winter wartet ja auch noch drauf, ausgewertet zu sein ! ;-)



Montag, 25. März 2013

Sendepause

Manchmal erfordert das reale Leben mehr Zeit, als dass sie für die Nebensachen (wie z.B. das Betreiben eines Blogs) zur Verfügung stehen.
Deshalb also gab und gibt es eine Pause, die ich aber so kurz wie möglich halten möchte.


In der Zwischenzeit ein paar Impressionen aus dem täglichen Leben.
Zum Beispiel ein selbstmörderischer Eigenbau-Heizer meiner erfinderischen Bauarbeiter aus mehrerer Herren Länder (mehr sage ich da mal nicht zu).
Bauanleitung:
Man nehme ein Blechfass, ein paar Widerstandsdrähte, Asbestzement-Rohre, Bewehrungseisen und setze hinter das Ganze einen Ventilator.
Berührung lebensgefährlich:








Und wenn man halt mal im Winter auf einen Hügel steigt, welcher einen hervorragen Blick auf die Stadt bietet, dann sieht man eben in einem Seitental das:

Und in den Spalten des Felsens vor der Person das:



Irgendein Schamanen-Woodoo-Kult hat dazu geführt, dass jemand diese Barbie-Ersatz-Puppen gekauft und fein säuberlich beschriftet in einer Felsspalte "beerdigt" hat.
Naja, alles muß ich auch nicht verstehen ..................

Derweilen erklärte eine der Damen von der Materialwirtschaft auf unserer Baustelle , wie denn die "Luxus-Massegebrause-Dampfsauna-Ultraviolett-Kabinen" der zukünftigen Wohnungsbesitzer zu bedienen sind.
Schade, wir dachten, sie führt das live vor, die Bilder wären wesentlich "zeigefreudiger" geworden:



Und während angeblich Europa unter der Kälte leidet, habe ich am 14.02.2013 frühmorgens um 08:25 Uhr mal den Bordcomputer abgelichtet:

Alles im normalen Bereich ..............Wir haben übrigens jetzt bis 9 Grad plus und Sonne satt, Ääääätsch .....

Aufheizen kann man sich hervorragend mit einem "HotPot"- Menü, welches man sich aus vielerlei Zutaten selber zubereitet. Dazu dient der kleine Topf mit Brenner, in dem jeder Gast nach Belieben die Ingredienzien vermischt und köcheln läßt.
Eine geniale Erfindung, die dem Koch alle Verantwortung abnimmt:
Denn wenn es nicht schmeckt, ist der Gast selbst schuld.


So, bis demnächst !
Und die Pause wird diesmal nicht wieder solange, versprochen !






Samstag, 9. März 2013

Aktuell: Denis Katzer in den Medien

Ich hatte ja auf meinen Link-Seiten die beiden Abenteurer Tanja und Denis Katzer vorgestellt, welche ich vor Beginn ihres unglaublichen Abenteuer der Überwinterung bei den Nomaden im Norden traf.
Nun gibt es ein paar neue Video-Sequenzen, die man sich -->> Hier hoffentlich lange anschauen kann.
Und ich sag es noch mal:
RESPEKT für das, was sich die Beiden zugetraut haben !!!
Ich staune manchmal über mich selbst, was man im Winter so alles in der Hauptstadt aushält, aber da draußen in der Wildnis : nochmals meinen RESPEKT !

Sonntag, 6. Januar 2013

Stadtansicht

So, da wir nun diese Woche frühmorgens auf der Baustelle den neuen diesjährigen Temperaturrekord mit -40 Grad aufgestellt haben, zeige ich mal, wo das ist.
Fand ich doch dieser Tage ein sehr interessantes Bild von UB, und zwar dieses:






Aufgenommen vom Saisan-Hügel aus, wo das Soldatendenkmal steht.
Genau "über" der Fotografin ist "meine" Baustelle. Dicht am Fluß und den Bergen, und deshalb liegen die Temperaturen immer so etwa 5-6 Grad tiefer als in der Stadt.    

Und noch etwas Anderes zeigt das Bild:
Die Bewohner dieses Viertels haben den Vorzug, recht saubere Luft zu atmen.
Denn diese Trübungen am oberen und rechten Bildrand, das ist der Qualm aus den unzähligen Schornsteinen der Jurten und Hütten, welcher sich bei Windstille wie ein stinkender Teppich über die Stadt legt.
Er bringt UB den traurigen Rekord ein, so ziemlich die schlechteste Luft aller Hauptstädte  der Welt zu haben.
Und als ob ich es beschworen hätte, tritt das ein, was ich gerade getextet habe:
Windstille tritt ein und der Smog hüllt uns sofort.
 






Da hinten wären eigentlich die Berge zu sehen, von denen das erste Foto geschossen wurde.
Nun heißt es alle Schotten dicht und abwarten, bis sich die dicke Luft verzieht.
Meist ist es am nächsten morgen vorbei. Hoffen wir es.



Freitag, 14. Dezember 2012

Ein paar Winterbilder

Habe mal rumgekramt und was Passendes zur Jahreszeit gefunden, wobei die Fotos zugegebenermaßen teilweise aus der letzten Eiszeit stammen :



Donnerstag, 29. November 2012

Mpemba Effect

Heute früh:
-33,5 °C auf der nach unten offenen Frost-Skala.
 Wir haben also mal das Knacken der 30er-Marke mit einem kleinen Heißwasser-Salut gefeiert:

Fast kochendes Wasser "zerplatzt" und fällt als Nebel mit Eisstücken zu Boden.
Die Wikipedia und Youtube wissen und zeigen dazu noch mehr, falls es interessiert:
-->> Youtube
-->> Wikipedia


Freitag, 16. November 2012

Lichterscheinung

Bereits auf der Fahrt zur Baustelle war es zu sehen:
Eine Licht-Erscheinung.
Da stand eine Art Regenbogen in all den bekannten Farben wie ein Lichtschwert zwischen Gebirge und Tal.
Und das bei Temperaturen von -25 Grad. Habe ich vorher nie gesehen, sowas.
Schade, daß die Kamera nicht die Feinheiten so erfassen kann, wie das menschliche Auge.



Jedenfalls war es ein schöner, aber schnell vergehender Anblick aus meinem Bürocontainer.
Die Neugier ließ mich nicht ruhen, wie sowas entsteht, und nun weiß ich inzwischen, was
 -->> Halo <<--
bzw.
 -->> Lichtsäule <<-- bedeuten.